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Hannover, 03.05.2005

11. Europäischer KEP-Kongress - Der Briefmarkt kommt in Bewegung

Mit dem bevorstehenden Wegfall des Briefmonopols im Jahr 2008 gerät der Marktführer Deutsche Post zunehmend unter Druck. Denn die privaten Postdienstleister legten mit günstigen Preisen und zuverlässigem Service vor allem bei mittelständischen Unternehmen zu. "Wir garantieren über unser Netzwerk eine Zustellung in zwei bis drei Tagen zu wesentlich günstigeren Tarifen", sagte EP Europost Vorstand Alex Eglseer.

Eglseer stellte die Alternativen auf dem Briefmarkt auf dem diesjährigen KEP-Kongress, den der Deutsche Verkehrs-Verlag in Bonn veranstaltete, vor. Das Unternehmen ist der führende private Postdienstleister in Deutschland. Die Liberalisierung des Briefmarktes stand mit im Fokus der Veranstaltung. Denn die niedrigeren Preise der privaten Anbieter seien das Futter für den Wettbewerb, sagte Matthias Kurth, Präsident der der Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post. Etwa 80 Prozent der Wettbewerber liegen beispielsweise bei 50 Gramm Briefen unter dem Preis der Post. Sie konnten ihren Marktanteil im vergangenen Jahr auf fünf Prozent und ihre Umsätze von 388 auf 514 Millionen Euro steigern.Doch wie schaffen es die Unternehmen preiswerter als die "gelbe" Post zu sein? "Unter anderem erklärt sich das aus der Zusammenarbeit mit Systempartnern. Wir arbeiten neben der Zustellorganisation der Hermes Gruppe und der nie-derländischen TPG derzeit mit 143 regionalen Postdienstleistern zusammen. Zudem haben wir ein besonderes Verfahren entwickelt, das nicht auf Postleitzahlen sondern individuell definierten Zustell-Zellen basiert. Dadurch können unsere Zusteller besonders effizient arbeiten", erklärt Eglseer.Die Post rechtfertigt ihre hohen Preise mit höherer Qualität wie beispielsweise mit der bundesweiten Zustellung innerhalb eines Tages. "Diesen Express-Service wollen wir gar nicht anbieten. Wir stellen die Briefe zwar erheblich günstiger zu, dafür dauert die Zustellung jedoch etwas länger. Denn nicht jeder Brief muss am nächsten Tag beim Empfänger sein. Wirklich zeitkritische Dokumente werden heute per Expressdienstleister wie TNT oder per E-Mail und Fax vorab übermittelt", erläutert Eglseer. "Die Zustellqualität ist jedoch nachgewiesenermaßen mit der Deutschen Post vergleichbar. Die Lizenzbedingungen der RegTP erfordern höchste Transparenz, auch gegenüber unseren Kunden." Derzeit sind Europost-Kunden vor allem Großversender aus den Branchen Telekom und Kabelfernsehen, Versandhäuser, Versicherungen und Energieversorger.

 
 

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